ATO-TP2 Automatisches Rangieren

Zusammenfassung

Das Pilotprojekt der BLS verfolgt das Ziel, gemeinsam mit dem Industriepartner Stadler Signalling eine Lösung für automatisierte Rangierfahrten (GoA 4) auf dem Gelände der Werkstatt Spiez zu entwickeln und unter realen Betriebsbedingungen zu erproben. Hierfür wird ein BLS-Fahrzeug des Typs RABe 528 (MIKA) mit zusätzlicher Hard- und Software ausgerüstet. Der Fokus liegt auf einer fahrzeugseitigen Lösung, welche bestehende Infrastrukturen möglichst ohne bauliche Anpassungen nutzen kann. Im Anschluss an die Entwicklung wird die Technologie während eines einjährigen Pilotbetriebs mit Sicherheitsfahrer*in auf dem Gelände der Werkstatt Spiez getestet, um Erkenntnisse im realen Betrieb zur Sicherheit, Zuverlässigkeit und betrieblichen Integration zu gewinnen. Das Vorhaben ist Bestandteil des schweizweiten ATO-Branchenprogramms und unterstützt die Umsetzung der ERTMS-Strategie. Neben den technischen Fragestellungen werden auch die Auswirkungen der Automatisierung auf Prozesse, Vorschriften, Rollen, Verantwortlichkeiten und Mitarbeitende im Sinne der Human and Organisational Factors (HOF) untersucht. Die gewonnenen technischen, betrieblichen, regulatorischen und organisatorischen Erkenntnisse sollen die Grundlage für eine zukünftig skalierbare Branchenlösung im interoperablen Bahnumfeld schaffen. Gleichzeitig bilden sie die Basis für ein mögliches Folgeprojekt, welches die Automatisierung von Rangierfahrten zwischen Werkstatt- und Perronbereichen weiterentwickelt und damit einen weiteren Schritt hin zur Automatisierung des gesamten Leistungsvorund nachbereitungsprozesses ermöglicht.

Projektdetails

Forschungsstelle
BAV
Projektstatus
In Bearbeitung
Projekttyp
Forschungsprojekt
Startdatum
2026-06-15
Enddatum
2030-12-30
Bewilligte Gesamtkosten
CHF 2491242.00
Sektion
Personenverkehr, Güterverkehr, Seilbahnforschung
NABS Politikbereich
Verkehrssysteme

Labels

Innovation öPV