Grundlagen zum Einbezug der Unfallkosten in Kosten-Nutzen-Analysen im Strassenverkehr: Grundlagen zur Revision der Norm VSS 41 824

Zusammenfassung

Unfälle an Knoten bzw. auf Strecken sollen falls möglich getrennt betrachtet werden. Deshalb ist zuerst zu klären, welche Differenzierung von Strecken und Knoten sowohl in den Unfalldaten wie auch in verscheidenen Verkehrsmodellen verfügbar sind. Nach Möglichkeit sollen auch Autostrassen, Autobahnanschlüsse und 30 km/h-Strecken einzeln betrachtet werden. Basierend darauf ist ein Differenzerung für die Berechnung der Unfallkosten vorzuschlagen und mit der Begleitgruppe festzulegen. Für die gewählte Differenzierung sind die Unfalldaten auszuwerten. Dann ist mithilfe verschiedener Verkehrsmodelle zu prüfen, ob die so berechneten Unfallhäufigkeiten das tatsächliche Unfallgeschehen mit genügender Genauigkeit abbilden können. Zudem ist zu bestimmen, für welche Fahrzeugkategorien die Unfallzahlen gelten. Um polizeilich nicht registrierte Unfälle mitzuberücksichtigen, ist die Dunkelziffer herzuleiten und so weit als möglich zu differenzieren. Auch die Unfallkostensätze sind zu aktualisieren. Schliesslich ist abzuschätzen, wie sich das Endergebnis über die Zeit entwickeln dürfte, denn für Kosten-Nutzen-Analysen künftiger Projekte sind Prognosen über mehr als die nächsten 60 Jahre erforderlich. Die Ergebnisse werden abschliessend in einem Bericht dokumentiert.

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Projektziele

Es werden Grundlagen geschaffen, um die veraltete Norm VSS 41 824 zur Integration der Unfallkosten in Kosten-Nutzen-Analysen im Strassenverkehr überarbeiten zu können. Dabei ist eine Aktualisierung vorgesehen sowohl für die Methodik (vom durchschnittlichen Tagesverkehr (DTV) abhängige Unfalldichten für Strecken bzw. vom DTV abhängige Unfälle pro Jahr für Knoten, falls Knoten in Verkehrmodellen differenziert werden können (zu prüfen)), als auch für die Datengrundlagen (Unfallhäufigkeiten (bisher 1994 - 2004), Dunkelziffern, Unfallkosten, Entwicklung über die Zeit). Dabei ist die Praxistauglichkeit sicherzustellen (die bei der "Standardmethode" der bishrigen Norm nicht gegeben ist). Dabei geht es insbesondere um eine geeignete Differenzierung von Strecken (und Knoten), welche in Verkehrsmodellen auswertbar ist und welche die Unfallhäufigkeit verschiedener Infastrukturtypen abbilden kann.

Schlüsselwörter

Kosten-Nutzen-Analyse; Unfallkosten; Unfallhäufigkeit; Unfalldichte; Dunkelziffer; Prognose Unfallgeschehen

Projektdetails

Forschungsstelle
ASTRA SBT
Projektstatus
In Bearbeitung
Projekttyp
Forschungsprojekt
Startdatum
2026-04-15
Enddatum
2027-10-30
Bewilligte Gesamtkosten
CHF 199996.00
Sektion
VSS
NABS Politikbereich
Verkehrssysteme